
Unsere Rieden rund um Krems sind vom Wechselspiel aus wärmespeicherndem Löss, kargem Urgestein und dem ausgleichenden Einfluss der Donau geprägt. Tagsüber Wärme, nächtliche Abkühlung – das bringt Spannung, Klarheit und Finesse in die Weine.
Im Weingarten arbeiten wir naturnah und präzise – selektive Handlese, schonende Verarbeitung, gezielter Ausbau. So entstehen diverse Grüne Veltliner, Gelber Muskateller, Clarette Zweigelt, Rivaner und Zweigelt mit Herkunft, Charakter und Trinkfluss.

Grüner Veltliner Reserve DAC
Die Ried Grillenparz ist eine südöstlich exponierte Terrassenlage hinter der Altstadt von Stein, die Weingärten liegen zwischen etwa 260 und 340 Metern Seehöhe. Als Ausgangsmaterial für den meist steinigen Boden fungieren auf engem Raum nebeneinanderliegend Gneis und Glimmerschiefer („Urgestein“), kalkiges Konglomerat der Hollenburg-Karlstetten-Formation, mürb verfestigte Donauschotter und lokal etwas Löss oben drauf. 1180 wurde die Riede erstmals als “ad grillenporce” genannt. Der Boden ist sehr steinig, dadurch erwärmt er sich rasch und strahlt noch lange nach Sonnenuntergang Wärme ab – das ist ein idealer Lebensraum für Grillen! Die Grillenparz ist eine steile, wild abfallende Lage, die einzig von steinalten Terrassenmauern gehalten wird. Die Terrassen sind schmal und schwer zu bearbeiten, stößt man doch schnell auf harten Fels.

Grüner Veltliner Reserve DAC
Die Ried Weinzierlberg liegt in einer Seehöhe zwischen etwa 210 und 290 Meter. Die Weingärten sind zum größten Teil nach Südosten ausgerichtet. Die Reben stehen hier auf Löss und Lösslehm. Er bedeckt in unterschiedlicher Stärke alte, quarzreiche Donauschotter. Diese wiederum liegen auf Granitgneis, einem sauren, kristallinen Festgestein („Waldviertler Urgestein“). Der Gneis ist unterhalb der Ried an der Geländekante zur Stadt sichtbar. Die Donauschotter zeichnen einen alten, eiszeitlichen Talboden der Donau nach, der etwa 45 Meter über dem heutigen Lauf der Donau liegt. Die Ried Weinzierlberg zieht sich wie eine grüne Insel mitten in die Weinstadt Krems und erlaubt einen spektakulären Ausblick in die Umgebung. Es ist eine der ältesten Lagen des Kremstales. In der Dotationsurkunde des Stiftes St. Georgen an der Traisen, später Herzogenburg, wird am 12. August 1112 Weinzierl erstmalig als Ort „ad uuinzurlin“ – „bei den Winzern“ genannt. Von hier aus erfolgte die Kultivierung des nahe liegenden Berges. Die Ausrichtung sorgt für ein warmes Mikroklima, wobei sich die nächtliche Abkühlung in der Reifephase der Trauben im Herbst stark bemerkbar macht. Die unterschiedliche Dicke der Lössschicht erlaubt stellenweise nur eine Wurzeltiefe bis 30 Zentimeter.

Grüner Veltliner – Alte Rebe
Die Ried Kapuzinerberg schließt südlich an die Ried Steinbad an und befindet sich in einem windgeschützten Kessel oberhalb des Kremser Gebling. Die Weingärten sind terrassiert und liegen zwischen etwa 260 und 310 Metern Seehöhe. Die Exposition zeigt vorwiegend nach Süden, aber auch nach Südosten. Die Steilstufen zeigen das Konglomerat der Hollenburg-Karlstetten-Formation, das im Untergrund liegt, vielfach aber von Löss bedeckt ist. Es handelt sich dabei um etwa 15 Millionen Jahre alte Fluss- und Deltaablagerungen der Ur-Traisen, die aus den Kalkalpen kam und in das damalige Meer im Raum Krems-Langenlois mündete. Löss ist kalkhaltiger Gesteinsstaub, der in den Kaltphasen der Eiszeit aus dem Alpenraum hier angeweht wurde und jetzt einen lehmig-sandigen und gut speicherfähigen Boden mit ausgewogener chemischer und mineralogischer Zusammensetzung bildet. Namensgebend sind hier die früheren Besitzungen des Kapuzinerklosters in Salzburg.

Grüner Veltliner
Die Ried Limberg liegt in einer Seehöhe zwischen etwa 300 und 380 Metern. Die Weingärten sind nach Süden ausgerichtet. Im westlichen Teil stehen die Reben auf kristallinen Festgesteinen wie Gneis und Amphibolit. Der Boden ist hier trocken, steinig und vorwiegend sauer. Der mittlere Teil befindet sich auf kalkhaltigen Sedimenten (Tone, Sande, Kiese) des ehemaligen Meeres der Paratethys und quarzreichen Kiesen des alten Laufes der Urdonau. Der östliche Teil der Ried ist von Löss bedeckt, einem kalkhaltigen Gesteinsstaub, der einen lehmig-sandigen und gut speicherfähigen Boden mit ausgewogener chemischer und mineralogischer Zusammensetzung bildet. Die Weingärten sind mit der Flurbezeichnung Lim Berg in der Administrativkarte 1:28.800 (1864-1881) verzeichnet.

Gelber Muskateller
Die Ried Redling schließt nordöstlich an den Gobelsberg an und reicht von etwa 300 Metern Seehöhe bis hinunter nach Zeiselberg in 200 Meter Seehöhe. Die Weingärten schauen vorwiegend nach Nordosten. Die Reben stehen auf Tschernosem aus Löss bzw. aus kolluvial, durch Abschwemmung geprägten Löss. Kolluvial geprägter Löss ist meist lehmiger, also feinkörniger, vielfach weniger kalkig, aber durch Kieslagen und Gesteinsbruchstücke gegliedert. Im oberen, steilen Bereich der Ried trägt der Löss einen Geröllschleier, im tiefen Teil der Ried treten stellenweise Kiese zu Tage, die unter dem Löss liegen. In der Administrativkarte NÖ sind hier nahezu flächendeckend Weingärten mit der Flurbezeichnung Redling verzeichnet. Die Bezeichnung Redling geht nach Arnberger auf eine Ableitung des Wortes Rötel zurück, das sich auf Boden aus dichtem tonartigem Eisenstein von roter Farbe bezieht.

Grüner Veltliner, Zweigelt & Verjus, Rivaner
Die Ried Satzen befindet sich östlich des Ortes Stratzing in einer Seehöhe zwischen etwa 310 und 380 Metern. Die Weingärten schauen nach Südosten. Der Boden ist ein Tschernosem (Schwarzerde) aus Löss. Löss ist kalkhaltiger Gesteinsstaub. Er wurde in den Kaltphasen der Eiszeit aus den Alpen mit ihren damals kahlen Vorfeldern der Gletscher und vegetationsarmen Flussebenen hier angeweht und bildet jetzt einen lehmig-sandigen und gut speicherfähigen Boden mit ausgewogener chemischer und mineralogischer Zusammensetzung.
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